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NÄHTECHNIK-LEXIKON

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2.5.10.   Stichstellerbetätigung


Die automatische Stichstellerbetätigung wird durch einen Positionierantrieb ermöglicht und elektropneumatisch durch einen Handtaster am Armkopf ausgelöst. Sie findet Einsatz besonders in Kombination mit den vorher beschriebenen Lichtschranken und der Eckenautomatik.
Folgende Funktionen können über Tasterbetätigung abge­rufen werden:

Zwischenriegel: er ermöglicht die zusätzliche Sicherung von stark beanspruchten Abschnitten innerhalb einer Naht, z.B. beim Übernähen von Tascheneingriffecken oder beim Einnähen von Gürtelschlaufen.
Der Taster für Zwischenriegel hat eine Doppelbelegung. Beim Stillstand der Maschine können mit ihm Nadelhoch- ­und Nadeltiefstellung bzw. Einzelstiche abgerufen werden. Am Nahtanfang ist die Nadeltiefstellung zu empfehlen, wenn die Nadel als Anschlag - wie z.B. beim Aufnähen von vorgefertigten Leisten - dienen soll.
Beim Absteppen von Kanten und Ecken wird das exakte Positionieren des Eckenstiches durch die Einzelstich­funktion evtl. in Verbindung mit einer Stichverkürzung wesentlich erleichtert.
 

Eine Riegelunterdrückung verhindert die Auslösung der automatischen Nahtverriegelung am Nahtanfang oder am Nahtende, z.B. bei Fadenbruch innerhalb einer Nahtstrecke. Durch den Wegfall der Verriegelung kann die Naht leichter aufgetrennt werden.


Stichstellerbetaetigung


  

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